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Spätsommer-Radweg von Rzeszów, Karpatenvorland
Wo der Sommer endet und der Herbst beginnt
Es gibt diesen flüchtigen Moment im Jahr, in dem der Sommer noch einmal anhält, doch man spürt bereits sein allmähliches Verschwinden. Die Sonne ist noch warm, steht aber tiefer. Die Abende werden früher hereinbrechen, die Schatten länger, und die Luft fühlt sich milder an – berührt von diesem vertrauten Hauch des Wandels.
Dann starteten wir unsere Tour durch die Karpatenvorlandregion, beginnend in Rzeszów – der Hauptstadt der Region, unserer Heimatstadt und unserem aktuellen Ausgangspunkt für nologo, der wie geschaffen scheint für Touren im Spätherbst. Straßen, die das letzte Licht einfangen. Abgeerntete Felder, die leicht nach Getreide duften. Dörfer, die sich in die Ernteabende zurückziehen. Es ist die Art von Tour, die einem daran erinnert, dass es beim Radfahren nicht nur um Watt und Trainingspläne geht. Es geht um die Jahreszeiten, den Rhythmus und darum, die subtilen Veränderungen wahrzunehmen, die die Zeit auf zwei Rädern bestimmen.
Die Route
Die Fahrt begann am späten Nachmittag mit einem stetigen Anstieg aus der Stadt hinaus. Die Skyline verschwand hinter einem, und die Landschaft breitete sich aus. Von da an ging es nur noch durch sanfte Hügel: gleichmäßige Steigungen, ruhige Kurven und weite Horizonte. Wälder gehen in Felder über und wieder in Wald – alles verbunden durch schmale, autofreie Straßen, die sich wie handgeschriebene Linien durch die Landschaft schlängeln.
Kurz vor Sonnenuntergang ändert sich das Bild. Ein Traktor rumpelt mit seinem hoch beladenen Anhänger über die Straße direkt vor uns. Erntezeit. Der Duft von Stroh und Staub liegt in der Luft, während die Felder im goldenen Licht der sinkenden Sonne erstrahlen. Windräder drehen sich langsam auf den Bergrücken und unterstreichen den natürlichen Charakter der Region und ihr stilles Engagement für den Umweltschutz. Dies sind nicht einfach nur Radwege; es sind Arbeitswege, die Menschen und Jahreszeiten verbinden. Genau das macht die Karpatenvorland so besonders: Man radelt nicht durch eine Postkartenkulisse – man befindet sich inmitten einer Landschaft, die noch immer lebt.
Warum diese Fahrt wichtig ist
Die Subkarpatien bieten keine monumentalen Anstiege oder abgehakte Strecken. Es geht um die Atmosphäre. Das sanfte Licht, das Geräusch der Reifen auf abgefahrenem Asphalt, der zarte Duft der Ernte in der Luft. Hier am Ende des Sommers zu fahren, fühlt sich weniger nach einem Wettlauf um die besten Leistungen an, sondern eher wie das Abschließen eines Kapitels. Eine Pause, um auf die vergangenen Monate zurückzublicken und sich in aller Stille auf den Neuanfang vorzubereiten.
Ich freue mich auf
Denn nach dem Sommer kommt der Herbst. Und wer Motorrad fährt, weiß, was das bedeutet: klare Morgen, ein Himmel, der sich stündlich verändert, und die fotogenste Jahreszeit überhaupt. Bäume, die wie Feuer leuchten, Straßen in leuchtenden Farben, hinter jeder Kurve ein neues Motiv. Es ist kein wirkliches Ende – es ist der Beginn der besten Jahreszeit zum Motorradfahren (und Fotografieren).
📍 Rzeszow, Karpatenvorland, Polen
⏱️ Entfernung: ~65 km
⬆️ Höhe: ~600 m
🗓️ Beste Jahreszeit: Spätsommer bis Herbst
🔗 Strava-Route
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